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Sorgen loslassen – wie du sorgenfrei lebst

Lesedauer: 9 Minuten

Wir alle machen uns manchmal Sorgen. Aber kennst du das, dass du nicht nur ab und zu einen sorgenvollen Gedanken hast, sondern in ein regelrechtes Sorgenkarussel einsteigst? Dass dein Geist um ein Thema immer wieder die gleichen Gedanken kreisen lässt, ohne zu einem Ergebnis zu kommen?

Vielleicht hat deine Chefin dich gestern nicht für die Präsentation gelobt, obwohl sie das normalerweise tut und jetzt denkst du, sie könnte dich kündigen. Oder du befürchtest insgeheim, dein Partner könnte dich betrügen. Vielleicht machst du dir Sorgen, dass dein Kind in der neuen Schule keine Freunde findet? In unserem Alltag finden sich jede Menge Themen, über die wir uns Sorgen machen: Familie, Freunde, Partner oder die Gesundheit.

Für viele meiner Coachees ist das Sorgenhamsterrad so belastend, dass sie am liebsten einen Schalter hätten, mit dem sie die Sorgen einfach ausknipsen können.

Sorgen loslassen und zwar dauerhaft ist möglich

Die gute Nachricht ist: Es ist möglich, sorgenfrei zu leben. Es braucht allerdings ein wenig Training. Und du musst bereit sein, Standpunkte einzunehmen, die sich für dich im ersten Moment vielleicht ungewöhnlich anhören.

Ich zeige dir in diesem Artikel, warum du dir überhaupt so viele Sorgen machst, und wie du deine Sorgen dauerhaft loslassen kannst. Dazu stelle dir zwei Weisheiten vor, denen du für ein sorgenfreies Leben zustimmen musst und gebe dir zwei Tools an die Hand, die du einsetzen kannst, wenn du im Sorgenkarussell gefangen bist. Zusätzlich lernst du deine absolute Superpower für ein sorgenfreies und erfülltes Leben kennen.

Warum machen wir uns so viele Sorgen?

Fast alle Menschen haben schon die Erfahrung gemacht, dass sie sich viele Gedanken um ein Ereignis gemacht haben und am Ende keine der Befürchtungen eingetreten ist. Der Dichter Mark Twain resümierte als älterer Mann: “I’ve had a lot of worries in my life, most of which never happened.” (“Ich habe mir in meinem Leben viele Sorgen gemacht, das meiste davon ist nicht eingetreten.”)

Warum machen wir uns so viele Sorgen, wenn wir doch eigentlich wissen, dass es uns nicht weiterbringt? Dafür gibt es aus meiner Sicht drei Hauptgründe:

1. Du willst durch Sorgen negative Ereignisse raus kontrollieren

Wenn wir uns viele Sorgen machen, erhoffen wir uns, das Ergebnis zu manipulieren. Wir wollen mit den Sorgen das, was wir befürchten, weg kontrollieren. Vielleicht hast du damit schon einmal eine positive Erfahrung gemacht: Hast du dir in der Schule einmal ganz viele Sorgen vor der Mathearbeit gemacht und hattest dann eine Eins? Dann hat dein Verstand geschlussfolgert: Wenn ich mir über eine Situation, andere Menschen oder Probleme ganz viele Gedanken mache, habe ich am Ende ein gutes Ergebnis. Es waren aber gar nicht die Sorgen, die zu deiner guten Note geführt haben. Du warst einfach gut in Mathe. Selbst wenn du dir keine Sorgen gemacht hättest, hättest du auch eine gute Note geschrieben. Dein Verstand hat jetzt allerdings die Verknüpfung Sorgen = Erfolg verankert und wird sie ab jetzt immer weiter verfestigen.

Vielleicht hast du heute Angst vor Misserfolg im Job und denkst, du könntest die Situation durch negative Gefühle kontrollieren. Manchmal funktioniert auch diese Strategie scheinbar: Deine Chefin hat dich nach deiner Präsentation nicht gelobt, obwohl sie das normalerweise tut. Jetzt machst du dir Sorgen, ob du deinen Job gut gemacht hast. Du sprichst deine Chefin daraufhin nach der Präsentation an. Vielleicht hat sie dir Tipps gegeben oder bestimmte Schritte empfohlen, die du tun kannst, um dein Ergebnis zu verbessern. So haben deine Sorgen dich scheinbar weitergebracht.

Wenn du dir die Situation jedoch genauer anschaust, siehst du: Es waren gar nicht deine negativen Gedanken, die einen positiven Beitrag geleistet haben, es waren deine Handlungen und deine Absicht den Job zu behalten. Dass du deine Chefin angesprochen hast, hat die Veränderung bewirkt, nicht deine Sorgen. Hier gilt es dir Verknüpfung Sorgen = Erfolg zu hinterfragen und aufzulösen und anzufangen Beweise zusammen, dass deine Absicht und dein Handeln zum Erfolg führt, nicht deine Sorgen.

2. Du willst ein guter Mensch sein

Das klingt zunächst weit hergeholt, aber es ist so, dass wir das Gefühl haben, ein guter Mensch zu sein, wenn wir uns über viele Situationen Sorgen machen. Eltern kennen es: Wenn ich mir Sorgen um mein Kind mache, bin ich eine gute Mutter oder ein guter Vater. Habe ich keine Angst, wenn meine Tochter abends lange ausgeht, kommt schnell der Gedanke: dann bin ich zu leichtfertig und interessiere mich nicht für das Glück meines Kindes.

Oder ein dir nahestehender Mensch hat eine schwere Erkrankung. Dann denken wir oft, wir lassen ihn im Stich, wenn wir uns keine Sorgen machen. Aber kannst du dadurch wirklich Einfluss auf den Verlauf der Therapie nehmen? Oder profitiert dein Angehöriger nicht viel eher von dir, wenn du deine Energie darauf konzentrierst, ihm beizustehen?

Um aus der “Gut-Mensch-Falle” rauszukommen, kannst du anfangen, dafür beweise zusammen, warum du ein guter Mensch bist, wenn du dir keine Sorgen machst. Denn du machst dir ja keine Sorgen für den anderen, sondern für dich, damit du dich als guter Mensch fühlst. Dem anderen würde es mehr dienen, du würdest dir weniger Sorgen machen und mehr vertrauen.

3. Du versuchst Enttäuschung vermeiden

Ein weiterer Hintergrund von viel Sorgen ist, dass du hoffst, nicht so enttäuscht zu sein, wenn ein negatives Ereignis dann eintritt. Wir meinen oft, wenn wir uns vorher viele schlechte Gedanken und Gefühle machen, trifft es uns nicht mehr, wenn das befürchtete Ereignis in unserem Leben eintritt. Das Problem bei dieser Strategie ist: Sie funktioniert nicht! Denn vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass du trotzdem enttäuscht warst, obwohl du dir vorher viele Sorgen gemacht hast. Außerdem vermehrst du die negativen Gefühle. Denn du hast dann nicht nur in dem Moment schlechte Gefühle, sondern vorher auch schon. Dadurch verlängerst du dein Gefühl von Leid und Frust nur. Hier liegt die Lösung im Selbstvertrauen. Dass du dir selbst vertraust, selbst wenn das Ergebnis nicht wie gewünscht eintrifft, du es trotzdem meistern wirst.

Ist es möglich, vollkommen ohne Sorgen zu leben?

Ja, das ist möglich. Du kannst komplett aus den Sorgen aussteigen. Allerdings nicht einfach so, du kannst dir nicht von heute auf morgen nie wieder Sorgen machen. Du wirst eine Weile brauchen, aber mit ein bisschen Übung und dem nachhaltigen Transformieren von hinderlichen Glaubenssätzen wird es dir gelingen. Dazu gilt es zuerst zwei Wahrheiten über Sorgen zuzustimmen:

1. Bewusstheit: Sind das berechtigte oder unberechtigte Sorgen?

Wir haben es oben schon angesprochen: Die meisten unserer Sorgen treffen am Ende gar nicht ein. Wir entwerfen ein Katastrophenszenario in unserem Kopf und hinterher stellt sich alles als harmlos heraus.

Deswegen ist der erste Schritt: Bewusstheit. Ist das eine reale Sorge oder bilde ich mir das ein? Existiert die Bedrohung nur in meinem Kopf? Gibt es einen akuten Anlass für deine Sorgen oder befürchtest du nur etwas, das höchstwahrscheinlich nicht eintreten wird?

Ist die Sorge real oder ist es meine Interpretation?

Es gibt Situationen, in denen Sorgen und negative Gedanken einen realen Hintergrund haben. Vielleicht hast du gerade wirklich deinen Job verloren. Oder du hast gerade erfahren, dass du an einer bestimmten Erkrankung leidest und machst dir Sorgen, wie dies jetzt dein Leben beeinflusst. Das ist eine reale Situation, die sehr herausfordernd oder vielleicht auch beängstigend ist. Hier kannst du dir immer wieder klarmachen, dass du es in der Hand hast, wie du mit der Situation umgehst.

Die Unterscheidung, die du treffen musst, lautet immer: Ist gerade wirklich etwas passiert, dass meine Sorge rechtfertigt oder befürchtest du nur etwas? Wenn deine Chefin dich nicht gelobt hat und du deswegen Angst hast, gekündigt zu werden, ist das eine Interpretation. Du stilisiert die Reaktion der Chefin in deinem Kopf zu einem Horrorszenario hoch. Oft steigern wir uns in solche Vorstellungen hinein und machen uns immer mehr Gedanken. Tatsächlich ist aber noch gar nichts passiert. Frage dich hier: Was ist passiert?

In diesem Fall: Meine Chefin hat mich nicht gelobt.

Wenn du merkst, dass hinter deinen Sorgen nur deine eigenen Gedanken stecken, kannst du positive Szenarien entwickeln. Vielleicht war die Chefin im Stress, vielleicht ist sie so zufrieden mit deiner Arbeit, dass sie es gar nicht mehr erwähnenswert findet. Diese positiven Alternativen sind letztlich genauso wahrscheinlich, wie deine negativen Vorstellungen.

Sich der eigenen Interpretation über eine Situation bewusst zu machen, kann sehr herausfordernd sein, weil wir sehr viele Gefühle und Ängste daran hängen. Hier gilt es, emotional stark zu sein und genau zu unterscheiden: Ist hinter den Gedanken nur dein Gefühl oder die Realität?

2. Zustimmen: Was ist das Schlimmste, das passieren kann?

Wenn du merkst, dass du in einem Sorgenhamsterrad festhängst, gibt es einen sehr hilfreichen Schritt, der sich auf den ersten Blick etwas merkwürdig anhört: Stelle dir das Schlimmste vor, das jetzt passieren könnte und stimme dem zu. Du entwirfst also quasi bewusst im Geist das Horrorszenario. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich: Wozu soll das denn gut sein?

Bleiben wir bei unserem Beispiel mit der Chefin. Du malst dir aus, dass sie dich wirklich entlässt und du deinen Job verlierst. In diesem Moment kannst du deine Superpower Selbstvertrauen aktivieren und dich daran erinnern, dass du auch diese Situation meistern würdest.

Der Vorteil an dieser Methode ist, dass du in dem Moment wieder ins Handeln kommst. Wenn wir in unseren negativen Gedanken gefangen sind, verfallen wir oft in eine Art Schockstarre. Jetzt kannst du dir überlegen: Was könnte ich machen, wenn ich gekündigt werde? Was würde passieren? Mach dir klar, dass es immer eine Lösung gibt.

Es geht bei dieser Übung nicht darum, in das Horrorszenario einzusteigen, sondern dir konkret zu überlegen, wie du es meistern würdest.

3. Beabsichtigen und handeln: Welches Ergebnis ist dir wichtiger als deine Sorgen?

Hat Schritt 2 dich aus der Schockstarre geholt, bringt dieser dich richtig ins Tun. Frage dich: Welches Ergebnis will ich in meinem Leben haben? Und was tue ich dafür?

Wenn du zum Beispiel beabsichtigst, deinen Job zu behalten, kannst du dich fragen: Was kann ich jetzt machen? Vielleicht kannst du ein Personalgespräch mit deiner Chefin vereinbaren. Du kannst sie fragen: “Ich bin mir in letzter Zeit nicht sicher, ob Sie mit meiner Arbeit noch so zufrieden sind wie am Anfang – was kann ich verbessern?”

Wozu dienen dir deine Sorgen?

Vielleicht hast du alle Schritte, um deine Sorgen loslassen zu können, gemacht. Du bist mit deiner Chefin ins Gespräch gegangen und sie hat dir signalisiert: “Es ist alles in Ordnung. Ich bin sehr zufrieden, mit Ihrer Arbeit.” Kennst du die Situation, dass du dir trotzdem weiter Sorgen machst? Dass die Gedanken nicht aufhören zu kreisen?

Für diesen Fall habe ich noch ein Coaching-Tool für dich. Denn wenn du die Sorgen nicht stoppen kannst, obwohl du ausgeschlossen hast, dass es einen realen Grund dafür gibt, müssen die Sorgen für dich irgendeine Funktion erfüllen. Um dieser auf die Spur zu kommen, kannst du dich fragen: Wozu führen diese Sorgen? Welches Ergebnis hat es, dass ich mir Sorgen mache?

Wozu führen meine Sorgen?

Wenn wir bei unserem Beispiel mit dem Job bleiben, könnte es dazu führen, dass du dich auf diese Weise zu besseren Leistungen antreibst. Dann kannst du dich fragen: Wozu machst du das? Sorgen sind für viele Menschen ein Motor. Sie denken, dass sie nichts mehr leisten, wenn sie zur Ruhe kommen. Warum denkst du, dass du diesen Antrieb brauchst und vertraust nicht auf deine natürliche Produktivität?

Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Du machst dir so viele Sorgen um deinen Job, dass du gar nichts mehr machst und deine Produktivität einstellst. Da kannst du auch fragen: Wozu machst du das? Macht dir dein Job eigentlich gar keinen Spaß? Magst du deine Chefin eigentlich nicht und willst nicht, dass sie von deinen Ergebnissen profitiert?

Machst du dir generell viele Sorgen?

Vielleicht kennst du das auch, dass du dir ganz allgemein viele Sorgen über alles machst. Was ist dann das Ergebnis? Vielleicht führt das dazu, dass du unglücklich bist? Eine eher gedämpfte Lebensqualität hast? Hier kannst du auch wieder fragen: warum? Wozu willst kein Glück in deinem Leben, eher unzufrieden sein?

Hat es jemand nicht verdient, dass du glücklich bist? Gönnst du es jemandem nicht? Vielleicht machen sich deine Freunde auch eher viele negative Gedanken und haben viele Sorgen und du denkst: Wenn ich jetzt vollkommen glücklich und erfüllt bin, dann bin ich anders, dann mögen die mich nicht mehr und ich stehe alleine da.

Du kommst dem Grund am einfachsten auf die Spur, wenn du dich fragst: Was befürchtest du, wenn du dir keine Sorgen mehr machst?

Fazit: Sorgen loslassen und angstfrei leben

Du siehst, deine Sorgen loslassen ist möglich, es braucht aber ein bisschen aktive Mitarbeit von dir. Wenn du die hier vorgestellten Wahrheiten und Tools immer wieder anwendest, wirst du merken, dass es dir mit der Zeit immer leichter fällt, aus dem Sorgenkarussell auszusteigen. Einer der wichtigsten Schlüssel ist deine Superpower Selbstvertrauen: Wenn du weißt, dass du jede Situation meistern wirst, brauchst du keine Angst mehr vor den Herausforderungen in deinem Leben zu haben.

In meinem Podcast findest du eine Meditation zum Thema “Selbstvertrauen”. Diese kannst du dir immer wieder anhören und dein Vertrauen in deine Fähigkeiten stärken.

Außerdem kannst du dir hier die Aufzeichnung des Webinars “Dienstags mit Anna” zum Thema sorgenfrei leben anschauen.
Wenn du beim nächsten Webinar live dabei sein willst, melde dich hier an.

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